Berichte
Swingtime 2010
(kr/se) Wenn sich 17 MusikerInnen mit 19 Titeln zusammentun und dazu Freunde, Fans und Gäste einladen, so bedeutet das nur eins: Es ist Swingtime. So geschehen am letzen Samstag in der SKV-Halle in Schöneck-Büdesheim. Im Mittelpunkt standen Titel von Stan Kenton, u.a. Dynaflow und Walking shoes, aber auch Balladen wie God bless the child oder die Funk Nummer Fantasy von Earth, Wind and Fire. Alles in allem wurde ein abwechslungsreiches Repertoire präsentiert.
Die Solisten aus allen Registern begeisterten mit eigenständigen Interpretationen, zum Teil mit virtuoser Technik. Man merkte deutlich, dass die Arbeit von Bandleader Jan Wilk in den letzten beiden Jahren Früchte getragen hat. Die Bigband überzeugte mit ausgefeilter Dynamik, die an exponierten Stellen das gewaltige aber gleichzeitig wohlproportionierte Klangvolumen hervorbrachte. Die Tempi wurden präzise gehalten oder wie bei Body and Soul variiert, was fast reibungslos gelang.
Als Moderator Jürgen K. Groh Sir Duke, den letzten Titel des Abends ankündigte, ging ein Raunen durch den nicht ganz gefüllten Saal. Die Zuschauer verlangten eine Zugabe bevor die Swingtime wieder einmal viel zu schnell zu Ende ging.
Bandleader Jan Wilk
August 2008(kr). Wir freuen uns, daß Jan Wilk die Leitung der Bigband übernommen hat. Der 39-jährige Dipl.mus.päd. studierte Musikpädagogik, Jazz und Popularmusik am Hermann-Zilcher-Konservatorium und der Hochschule für Musik in Würzburg. Seit 1996 arbeitet er als Instrumentalpädagoge an unterschiedlichen Musikschulen im Rhein-/Maingebiet. Der seit 30 Jahren aktive Berufsmusiker, Bigbandleiter und Arrangeur begleitete bisher mehrere Hundert Projekte im In- und Ausland, Radio- und Fernsehproduktionen.
Er ist Bundespreisträger des 4. Deutschen Orchesterwettbewerbs '96 mit der Aschaffenburger Jazzbigband in Gera; Landessieger Hessen im Wettbewerb "Jugend jazzt" 1994 in Darmstadt.
Jan Wilk spielte unter anderem mit Bob Mintzer, Ernie Watts, Peter Herbolzheimer, Maria Schneider, Gunter Hampel, George Gruntz, Charlie Mariano, Rick Margitza und Rob McConnell.
Die Swingcompany gewinnt mit ihm eine Führungspersönlichkeit, die in lockerer Atmosphäre die entscheidenden Akzente setzt und so die stetige Entwicklung der Bigband vorantreibt.
Swingtime 2008
Büdesheim 26.04.08(kr). Die diesjährige Swingtime stand unter dem Motto "Zeitreise durchs 20. Jahrhundert", erstmals unter Leitung von Bernd Stoll. Mit ihm konnte die Band 2007 einen Vollblutmusiker gewinnen, der in Deutschland und USA Musik studierte. Die Band pausierte im letzten Jahr und stellte sich neu auf.
Nun präsentierten die 18 MusikerInnen vor ausverkauftem Saal Titel wie den King Porter Stomp aus den 20zigern bis hin zu You Can't Take That Away From Me von George Gershwin, der durch Robbie Williams in den 90zigern neu aufgelegt wurde. Mit den Dekaden wuchs auch die Stimmung, jedes Solo wurde vom Auditorium mit extra Applaus bedacht.
Ein besonderer Hörgenuss entstand als Werner Arndt bei I Get A Kick Out Of You und Ulrike von der Schmitt mit Sir Duke (Stevie Wonder) zum Mikrofon anstatt zum Saxophon griffen. Bernd Stoll zeigte mit seinem Solo Feature Round Midnight sein exzellentes Können am Tenor-Saxophon.
Das Pausensignal wurde diesmal durch den Peanut Vendor erteilt. Strahlende Blechbläser nötigten die übrigen Musiker sich Gehörschutz anzuziehen. Zu Beginn des zweiten Teils folgte die Nummer Basie Straight Ahead von Sammy Nestico, dem Lieblingsarrangeur der Band. Mit Celebration und Ulla In Africa zeigten die Akteure, daß die Swingcompany nicht nur Swing spielen kann, sondern gerne auch mal andere Stilrichtungen ins Programm einfließen läßt.
Am Ende war der Abend, der von Dirk Glock moderiert wurde wieder einmal viel zu schnell zu Ende. Die Spielfreude der Musiker war auf das Publikum übergesprungen, das zwei Zugaben einforderte.
